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Dienstag, 09. Mai 2006

Face the Sun!: Hautkrebsrisiko erhöht

Jeder fünfte Mann und jede zehnte Frau zwischen 20 und 40 Jahren in Deutschland haben ein erhöhtes Risiko für Schwarzen Hautkrebs. Das teilen die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) in Berlin mit.

Daher haben die beiden Organisationen eine Aufklärungskampagne unter dem Motto "Face the Sun" speziell für junge Menschen gestartet. Das Risikopotenzial in dieser Altersgruppe sei so hoch wie in keiner Generation zuvor. "Ein erheblicher Anstieg von Hautkrebs-Neuerkrankungen könnte in den nächsten Jahrzehnten die Folge sein", betonte Hautexperte Prof. Eckhard Breitbart.

Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 110.000 Menschen neu an Weißem Hautkrebs und 22.000 an Schwarzem Hautkrebs. Derzeit werden 520.000 Menschen behandelt. Das Risikopotenzial für den Schwarzen Hautkrebs (malignes Malinom) wird den Angaben zufolge bereits in den ersten Lebensjahren entwickelt. "Deshalb in der Sonne nicht aus-, sondern anziehen", appellierte Gerd Nettekoven von der Krebshilfe.

Zudem sei ein natürlicher Teint nicht nur gesund, sondern auch schön. "Braune Haut ist uns in der Model-Szene schon lange ein Dorn im Auge", sagte Yannis Nikolaou von "Place Models". Die Modelagentur wird zusammen mit der Krebshilfe und ADP das "Sun Face 2006" küren.

Frühzeitig entdeckt, ist Hautkrebs zu 100 Prozent heilbar. Deshalb fordern Krebshilfe und ADP ein bundesweites Hautkrebsscreening im Rahmen der Krebs-Früherkennung, über das zurzeit Ärzte und Krankenkassen in ihrem Gemeinsamen Bundesausschuss beraten.

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