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Donnerstag, 23. Oktober 2008

Mit Keulen und Füßen: Hühnersuppe gegen Hypertonie

Hühnersuppe hilft gegen hohen Blutdruck – wenn sie Keulen und Füße enthält. Die Gliedmaßen enthalten größere Mengen bestimmter Kollagenproteine, die in Versuchen mit Ratten blutdrucksenkend wirkten, schreiben japanische Forscher im „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft. Die Wirkung der Proteine sei mit der von ACE-Hemmern zu vergleichen. Die Proteine beeinflussen das sogenannte Angiotensin-konvertierende Enzym (ACE), einen Bestandteil der Blutdruck regulierenden Signalkette im Körper.

Die Wissenschaftler um Ai Saiga von der Universität Hiroshima hatten die Kollagenproteine aus Hühnerfüßen und -beinen isoliert, nachdem Versuche mit Hühnerbrüsten gezeigt hatten, dass diese zu wenig der ACE hemmenden Proteine enthalten. Die Extrakte verabreichten sie Ratten mit Bluthochdruck. Deren systolische (maximale) Werte waren nach sechs Stunden deutlich von anfangs 180 mmHg um etwa 50 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) gesunken. Studien über vier Wochen zeigten, dass der Blutdruck mit den Extrakten dauerhaft gesenkt werden konnte.

ACE hemmende Proteine wurden erstmals in Schlangengift entdeckt. Mittlerweile gibt es entsprechende Nachweise unter anderem auch für Proteine aus Weizen, Sojabohnen und Lachs. Die Japaner wollen die vier nun im Hühnerkollagen identifizierten Proteine nutzen, um gesundheitsfördernde Nahrungsmittel, sogenanntes Functional Food, herzustellen.

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