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MeeresmessgerätIm Atlantik wiedergefunden

10.01.2009, 12:09 Uhr

Ein verschollen geglaubtes Messgerät haben Wissenschaftler nach Wochen im Atlantik wiedergefunden.

Ein verschollen geglaubtes Messgerät haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel im Atlantik wiedergefunden. Der Prototyp eines neuartigen Tiefendrifters habe nach sieben Wochen Funkstille vor den Kapverdischen Inseln geborgen werden können, teilte das IFM-GEOMAR mit.

Das knapp 50.000 Euro teure, frei driftende Gerät war Ende Oktober ausgesetzt worden und hatte zunächst einwandfrei Daten übermittelt. Nach dem Abbruch der Verbindung waren die Forscher von einem Totalverlust ausgegangen, doch kurz vor Weihnachten meldete sich das Instrument 500 Kilometer nördlich der Kapverden wieder.

"Damit hatten wir wirklich nicht mehr gerechnet", sagte der mit dem Projekt betraute Doktorand Björn Fiedler vom IFM-GEOMAR. Das Gerät ist konzipiert, hochaufgelöste Vertikalprofile von Temperatur, Salzgehalt, Sauerstoff und CO2 in den oberen 200 Metern des Ozeans aufzunehmen und über das Iridium-Satellitensystem nach Kiel zu senden. Trotz des Sendeausfalls hat das Gerät alle in der Zwischenzeit gemessenen Daten gespeichert. Diese sollen nun ausgewertet werden.