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Montag, 10. November 2008

Gefährdete Seekatzen: Immer weniger Haie und Rochen

Mehr als ein Viertel der Haie, Rochen und Chimären (Seekatzen) im Nordostatlantik vor den Küsten Europas ist vom Aussterben bedroht. Das berichtete die Weltnaturschutzunion (IUCN) in Gland bei Genf mit Verweis auf die neue Rote Liste dieser Fischarten. Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Arten liegt demnach bei 26 Prozent, während weitere 20 Prozent stark gefährdet sind.

Diese zur Kategorie der Knorpelfische gehörenden Tiere seien vor allem wegen Überfischung gefährdet. Sie werden häufig auch zufällig als Beifang gefangen, erläuterte eine IUCN-Mitarbeiterin. Die Tiere seien vor den Küsten Europas mehr gefährdet als in anderen Teilen der Welt, schreibt die Organisation. Dort gelten 18 Prozent als bedroht.

So wachsen Haie und Rochen nur langsam, werden erst später geschlechtsreif und bekommen nur wenig Nachwuchs. Das macht sie bei Überfischungen besonders anfällig. Bisher gewähren nur Großbritannien und Schweden und in begrenzter Form auch die EU und Norwegen bestimmten Haien und Rochen Schutz. Da dies zu wenig sei, müsse international gehandelt werden, fordert die Schutzorganisation.

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