Bei Mäusen erfolgreich getestetImpfstoff gegen Brustkrebs
Bei Mäusen ist erfolgreich ein Impfstoff gegen aggressive Brustkrebserkrankungen getestet worden.
Bei Mäusen ist erfolgreich ein Impfstoff gegen besonders aggressive Brustkrebserkrankungen getestet worden. Wie die Fachzeitschrift "Cancer Research" in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, gelangen die Versuche im Labor der langjährigen Krebsspezialistin Wei-Zen Wei am Karmanos-Cancer-Institute der Wayne-State-University im US-Bundesstaat Michigan.
Gesucht wurde nach Behandlungsmöglichkeiten für Tumoren mit übermäßiger Expression des sogenannten HER2-Markers, auf den rund ein Viertel der Brustkrebsfälle bei Frauen zurückgehen. Die Forscher hoffen, den Impfstoff eines Tages erfolgreich bei Menschen einsetzen zu können.
Der Impfstoff zeigte auch bei solchen Mäusen Erfolge, deren Tumoren den bislang gängigen Wirkstoffen wie Trastuzumab (Herceptin) und Lapatinib (Tyverb) widerstanden hatten. Laut Wei-Zen Wei traten keine Nebeneffekte auf. Die Forscherin hält es für möglich, den Impfstoff nach den üblichen Zulassungstests bei Frauen zur Prophylaxe einzusetzen. Die Forscherin hatte 1999 bereits einen ersten Impfstoff gegen die Über-Expression des HER2-Markers entwickelt, für den derzeit in Europa und den USA ein klinischer Test läuft.