Donnerstag, 26. März 2009
Risiko bei Frauen wird geringer: Kaffee gegen Schlaganfall
Trinken Frauen gerne Kaffee, tun sie damit offenbar etwas für ihre Gesundheit. Der regelmäßige Genuss führt entgegen bisherigen Annahmen nicht zu einem erhöhten Schlaganfallrisiko.
Im Gegenteil: Möglicherweise sinkt die Gefahr dadurch sogar etwas. Das ergibt sich aus einer Langzeitstudie über 24 Jahre mit rund 83.000 Frauen, auf die die Deutsche Gesellschaft für Neurologie in Aachen und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) in Berlin hinweisen. Die positiven Effekte seien allerdings wohl nicht auf das Koffein, sondern auf andere Inhaltsstoffe von Kaffee zurückzuführen.
Die Teilnehmerinnen wurden alle zwei bis vier Jahre unter anderem nach ihrem Kaffeekonsum befragt. Das Forscherteam sei dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass auch entkoffeinierter Kaffee die Gefahr mindern kann, erläutert DSG-Vizepräsident Prof. Martin Grond. Für Tee oder andere koffeinhaltige Getränke gelte das dagegen nicht.
Die im Kaffee enthaltenen Phenole wirken demnach positiv auf die Funktion der Blutgefäße. Weitere Stoffe milderten vermutlich Entzündungsprozesse und seien gut für den Zuckerstoffwechsel. Rauchen, Diabetes und erhöhte Blutfettwerte könnten diese Effekte allerdings wieder zunichtemachen. Auch bei Bluthochdruck sei kein Nutzen nachgewiesen worden.
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