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Sonntag, 26. Juli 2009

Aus Nordsee gefischt: Knochen von Urmensch entdeckt

Einem niederländischen Muschelfischer ist ein sensationeller Fang ins Netz gegangen: ein 40.000 Jahre altes Stirnbein eines Urmenschen.
Muscheln hätten es werden sollen.

Muscheln hätten es werden sollen.
(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Ein sensationelles Objekt hat ein niederländischer Muschelfischer mit seinem Fang eingeholt: das Stirnbein eines Urmenschen. Der mindestens 40.000 Jahre alte Teil des Neandertaler-Kopfes ist der älteste je unter Wasser gefundene Menschenknochen, wie Leipziger Anthropologen um Jean-Jacques Hublin bei der Untersuchung des Relikts feststellten. Das berichtet das Magazin "Geo" in seiner August-Ausgabe.

Ein Fischer war der Neandertaler zu seinen Lebzeiten allerdings nicht - er verzehrte hauptsächlich Fleisch. Denn die Gegend zwischen den heutigen Niederlanden und Großbritannien war damals noch Festland. Heutigen Muschelfischern geraten daher an den "Zeeland Ridges" vielfach auch Fossilien von Mammuts oder Löwen ins Netz. Beim jüngsten "Beutezug in die Vergangenheit" wurde auch Werkzeuge des Neandertalers geborgen: kleine Faustkeile und Splitter von Feuersteinen.

dpa

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