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Donnerstag, 14. Mai 2009

"Der Ton macht die Musik": Laune des anderen erkennbar

Auch wenn wir die Worte nicht verstehen, kommt die emotionale Information bei uns an.

Auch wenn wir die Worte nicht verstehen, kommt die emotionale Information bei uns an.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Tübinger Forscher haben entdeckt, wie das menschliche Gehirn allein anhand der Stimmmelodie die Laune eines Gesprächspartners erkennt. Das sei zum Beispiel bei Telefongesprächen wichtig, wenn man die Mimik des anderen nicht sehe, schreiben die Wissenschaftler der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Fachjournal "Current Biology". Ist diese Fähigkeit bei bestimmten psychiatrischen Krankheiten eingeschränkt, könnten Patienten häufig nur noch schlecht am Sozialleben teilnehmen.

Die Wissenschaftler um Thomas Ethofer haben Menschen während einer Kernspinuntersuchung Pseudoworte ("Ne kalibam sut molem") vorgespielt - in fröhlichem, ärgerlichem, neutralem, erleichtertem oder traurigem Tonfall. Dabei habe sich gezeigt, dass die emotionalen Information durch spezifische Aktivierungsmuster im Gehirn verarbeitet wurden. Wenn man das gesamte Aktivierungsmuster betrachte, werde deutlich, welche Emotion das Gehirn verarbeite.

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