Montag, 29. Oktober 2007
Durch sanfte Vibrationen
Mäuse werden schlank
Kaum merkliche Vibrationen, täglich angewendet, machen Mäuse schlanker. Allem Anschein nach verhindert das leichte Schütteln die Bildung von Fettzellen aus den Vorläufer-Stammzellen im Knochenmark. Dies berichten US-Forscher um Clinton Rubin von der Stony Brook University (Stony Brook/US-Staat New York) in den Proceedings der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften.
Möglicherweise könne das Vibrationsprogramm auch für Menschen eine nicht-medikamentöse Maßnahme bieten, um Übergewicht und die gesundheitlichen Folgen zu vermeiden. Für insgesamt 15 Wochen schickten die Wissenschaftler ihre Mäuse fünf Mal die Woche für jeweils 15 Minuten auf eine Vibrationsplattform. Die erzeugten Schwingungen waren gering schon beim Gehen treten weit stärkere Vibrationen auf, schreiben die Wissenschaftler. Die Wirkung war dennoch verblüffend: Nach Ende der Versuchsphase waren die durchgeschüttelten Mäuse schlanker, der Fettgehalt ihres Körpers war um 27 Prozent geringer als der nicht geschüttelter Vergleichstiere.
Zudem fanden die Wissenschaftler im Fettgewebe und in der Leber der Tiere deutlich weniger Nahrungsfette wie Triglyzeride und auch weniger freie Fettsäuren. Beide gelten als Risikofaktoren für die Entstehung von Typ 2 Diabetes. Vermutlich löse das Schütteln einen Anstieg der Stoffwechselaktivität aus, die auch nach Ende der Vibrationen erhöht bleibe, schreiben die Wissenschaftler. Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Vibrationen die Umwandlung von Knochenmarksstammzellen in Fettzellen um 19 Prozent senkten.
Im Hinblick auf eine mögliche Anwendung beim Menschen warnen die Forscher, dass Vibrationen auch nachteilige gesundheitliche Folgen haben können, etwa Rückenschmerzen, Knorpelabnutzung und Kreislaufbeschwerden.
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