Nur noch zehn StartsNASA mottet Shuttles ein
Nach fast 30 Jahren mit 130 Flügen und zwei tödlichen Katastrophen endet 2010 die amerikanische Shuttle-Ära. Die betagten Raumfähren gelten seit längerem als anfällig.
Ende einer Raumfahrt-Ära: Nach fast 30 Jahren, über 130 Flügen und zwei Katastrophen mit 14 getöteten Astronauten werden die Spaceshuttles endgültig eingemottet. Wie die US-Weltraumbehörde NASA bekanntgab, soll am 31. Mai 2010 die letzte wiederverwendbare Raumfähre starten. Insgesamt seien noch zehn Missionen geplant, fast alle zum Ausbau der Internationalen Weltraumstation ISS. Damit endet das Zeitalter der Spaceshuttles vier Monate früher als noch kürzlich geplant.
Ursprünglich waren in den 70er Jahren fünf Spaceshuttles gebaut worden: Nach den Unfällen von "Challenger" (1986 kurz nach dem Start explodiert) und "Columbia" (2003 beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht) stehen derzeit mit "Atlantis", "Discovery" und "Endeavour" noch drei Shuttles zur Verfügung. Der Erstflug war im Jahr 1981.
Neben den beiden für dieses Jahr vorgesehen Starts im Oktober und November soll es 2009 fünf Missionen geben, teilte die NASA mit. Im Jahr 2010 seien drei Flüge vorgesehen, der letzte davon im Mai. Alle Flüge gehen zur ISS, lediglich der nächsten Flug, der am 8. Oktober ins All geht, hat das Weltraumteleskop "Hubble" zum Ziel, das erneut repariert und neu eingestellt werden muss.
Die betagten Raumfähren gelten unter Experten seit längerem als anfällig. Immer wieder kommt es bei Starts zu Verzögerungen. Die USA entwickeln derzeit ihr neues "Orion"-Raumschiff, das aber frühestens 2015 einsatzbereit sein soll. Von 2010 sind daher alle Astronauten, die zur ISS kommen wollen, über mehrere Jahre auf die russischen "Sojus"-Kapseln angewiesen.