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Zahnfäule besser behandelbarNeues Bakterium entziffert

11.08.2008, 08:32 Uhr

Wissenschaftler haben eine neue Bakterienart im Mund von Menschen entdeckt. Dies könne helfen, Zahnfäule und Zahnfleischerkrankungen besser zu behandeln.

Wissenschaftler haben eine neue Bakterienart im Mund von Menschen entdeckt. Dies könne helfen, Zahnfäule und Zahnfleischerkrankungen zu verstehen und bessere Behandlungsmethoden zu entwickeln, teilte die Society for General Microbiology im britischen Reading mit. Bei den beiden Infektionen handele es sich um die häufigsten bakteriellen Erkrankungen bei Menschen.

Auch im Mund von Gesunden befinden sich zahlreiche Mikroben, darunter Viren, Pilze und Bakterien. "Bakterien sind am häufigsten: Davon sind 100 Millionen in jedem Milliliter Spucke. Im Mund finden sich mehr als 600 unterschiedliche Arten", erklärte Studienleiter William Wade vom Londoner King's College. Erst die Hälfte von diesen sei bislang benannt.

Die Forscher untersuchten gesundes Mundgewebe und Tumore. Dabei entdeckten sie ein zuvor unbekanntes Bakterium der Gattung Prevotella. Diese Gattung kommt üblicherweise im Menschen vor und wird mit Munderkrankungen sowie Infektionen in anderen Teilen des Körpers in Verbindung gebracht. Die Wissenschaftler nannten die neue Art Prevotella histicola, "Gewebebewohner". Interessant sei, dass auch diese Mundbakterien sowohl in gesunde Zellen als auch in Krebszellen eindringen könnten. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der Augustausgabe des "International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology".