Donnerstag, 16. Oktober 2008
Rezeptoren im Gewebe: Nikotin fördert Brustkrebs
Nikotin kann laut einer US-Studie die Entwicklung von Brustkrebs beeinflussen. Erstmals untersuchten US-Wissenschaftler die Auswirkungen des Tabakgifts auf Brustzellen und fanden Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang, wie aus einem Artikel in der Fachzeitschrift "Cancer Research" hervorgeht.
"Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass Nikotin generell eine Rolle bei der Entwicklung von Krebs spielt, aber über die Auswirkungen dieser Substanz auf das Wachstum und die Ausbreitung von Brustkrebs weiß man nur wenig", erklärte Chang Yan Chen von der Harvard-Universität in Massachusetts.
Bei eine Reihe von Tests fanden die Wissenschaftler heraus, dass Deckgewebe aus der Brust und Krebszellen über Nikotinrezeptoren verfügen, die das Zellenwachstum und die Zellwanderung bei Zufuhr von Nikotin anregen. Bislang wissen die Wissenschaftler jedoch nur wenig über die Funktion der Nikotinrezeptoren in Brustgewebezellen. Tierversuche ergaben jedoch, dass Nikotin in das Zellwachstum eingreift und zum Wachstum von Krebszellen in der Brust beiträgt. Das Nikotin errege dabei nicht direkt Krebs, sondern verbinde sich zunächst mit anderen Substanzen, bevor es zum Krebswachstum beitrage. Weitere Studien seien aber noch nötig, um diese ersten Erkenntnisse zu festigen, sagte Chen.
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