Montag, 13. April 2009
Mehr als 210 "Nester" auf Borneo: Orang-Utans entdeckt
In den Wäldern auf der indonesischen Insel Borneo haben Umweltschützer tausende vom Aussterben bedrohte Orang-Utans entdeckt. Wie der Wissenschaftler der US-Naturschutzorganisation Nature Conservancy, Erik Meijaard, sagte, stießen die Naturschützer im Dezember in den Kalksteinbergen der Provinz Ost-Kalimantan auf mehr als 210 "Nester" mit aus Ästen und Blättern gebauten Schlafplätzen der Menschenaffen. Dort vermuten sie deshalb bis zu 5000 Exemplare der bedrohten Borneo-Orang-Utans.
"Wir haben auf unserer Reise eine Orang-Utan-Familie gesichtet", sagte der indonesische Wissenschaftler Nardiyono, der das Forscherteam anführte. "Das Männchen war ziemlich wütend auf uns und hat dauernd Äste abgebrochen, um damit auf uns zu werfen." Die Forscher seien über ihre Entdeckung höchst erfreut. Mit den örtlichen Behörden verhandeln sie demnach bereits darüber, das Gebiet in Ost-Kalimantan zum Schutzgebiet für Orang-Utans zu erklären.
Die Menschenaffen sind vor allem durch Waldrodungen und den Bergbau vom Aussterben bedroht. Von ihnen gibt es weltweit nur noch bis zu 60.000 Exemplare. Die meisten Orang-Utans leben in Indonesien.
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