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Donnerstag, 30. August 2007

Zum Abgewöhnen: Rauchverbot als Chance

Das neue bundesweite Rauchverbot wird von Experten auch als Chance für Raucher zum Aufhören gepriesen. Neue gesetzliche Regelungen im Nichtraucherschutz in öffentlichen Bundeseinrichtungen, Zügen und Bahnhöfen seien für viele Menschen ein Anlass, ihre Rauchgewohnheiten zu ändern, erklärte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln. Ohnehin wolle ein Großteil der Raucher mit den Glimmstängeln Schluss machen.

Ein Rauch-Stopp lohnt sich nach Angaben der Gesundheitsexperten jederzeit, da er zu einer erheblich verlängerten Lebenserwartung führe: "Raucher, die im Alter von 30 Jahren aufhören zu rauchen, gewinnen etwa zehn Lebensjahre und erreichen fast die Lebenserwartung von Nichtrauchern." Wer mit 40 Jahren aussteige, gewinne neun wertvolle Jahre im Vergleich zu Rauchern. Der Raucherhusten verschwinde im Durchschnitt nach neun Monaten. Nach 15 qualmfreien Jahren ist der Ex-Raucher bei Schlaganfall und Herzinfarkt nicht mehr stärker gefährdet als ein Nichtraucher. Wer einst 20 Zigaretten täglich geraucht hat, kommt als Nichtraucher nach BZgA-Berechnungen zudem auf jährlich 1500 Euro mehr im Geldbeutel.

Bei der Ausstiegs-Methode rät die BZgA, sich einen "Stopp-Tag" auszuwählen und sich auf diesen gezielt vorzubereiten. Rund 80 Prozent der Ex-Raucher seien mit dieser Methode erfolgreich. Nikotin- Ersatzstoffe könnten zwar körperliche Entzugserscheinungen wie Magenschmerzen oder Schwindel abmildern, aber nicht gegen die psychische Abhängigkeit ankommen. Für die Wirksamkeit von Hypnose gebe es keine wissenschaftlichen Belege. Akupunktur sei genauso wenig effektiv wie Placebos.

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