Sonntag, 07. Dezember 2008
"Winterblues": Saisonal abhängige Depression
Nebel, Nässe und Kälte schlagen in den Herbst- und Wintermonaten vielen Menschen aufs Gemüt. Sie fühlen sich schlapp und antriebslos. Wie die Meinungsforscher des Ipsos-Instituts in einer repräsentativen Umfrage unter 500 Deutschen herausfanden, hatten in diesem November bereits 39 Prozent der Bevölkerung den "Winterblues". 11 Prozent fühlten sich vom grauen Wetter seelisch sogar stark betrübt, darunter überproportional viele Frauen, die älter als 55 Jahre sind.
Die Medizin kennt die saisonal abhängige Depression als das Krankheitsbild SAD. Wer diese Winterdepression habe, klage über Antriebslosigkeit, habe selten Spaß an der Arbeit und werde auch schon mal von einer unbegründeten Traurigkeit überfallen. Die Lustlosigkeit ziehe sich durch den ganzen Tag, auch das Interesse an Sex lasse nach.
Doch wer bei sich einzelne Symptome feststelle, müsse sich noch nicht sorgen. "Solange diese nur ab und zu auftreten und nicht ausgeprägt sind, haben sie meist keinen Krankheitswert", sagte Marius Cristian, Facharzt für Psychiatrie.
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