Dienstag, 22. April 2008
Von 40 bis 70 schwer erkennbar: Schilddrüsenunterfunktion
Eine Unterfunktion der Schilddrüse ist bei älteren Menschen oft schwer zu erkennen. Die typischen Anzeichen wie niedriger Puls oder erhöhte Blutfettwerte ähnelten den normalen Alterserscheinungen, teilt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden mit. Daneben veränderten sich verschiedene Stoffwechselprozesse. "Da der Stoffwechsel auch im Alter häufig zurückgefahren wird, fällt die Erkrankung deshalb nicht so auf", sagt Prof. Otto-Albrecht Müller vom BDI.
Betroffene fühlen sich häufig müde, sind vergesslich und können sich nur schwer konzentrieren. Ihre Haut ist blass und fühlt sich teigig an. "Besonders wenn sich ursprünglich lebhafte Menschen innerhalb kurzer Zeit in sich zurückziehen und lethargisch werden, kann dies auf eine schlecht funktionierende Schilddrüse hinweisen", sagt Prof. Müller. Ein weiterer Hinweis ist eine unerklärliche Gewichtszunahme. Da ein Mangel an Schilddrüsenhormonen zu Arterienverkalkung und Herzmuskelschwäche führen kann, sollten Betroffene einen Endokrinologen aufsuchen.
Eine Unterfunktion der Schilddrüse tritt den Angaben zufolge meist zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr auf. Frauen sind dabei deutlich häufiger betroffen als Männer. Ursachen sind oft vorausgegangene Behandlungen des Organs oder eine Überreaktion des Immunsystems.
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