Dienstag, 30. Januar 2007
Bestes Abwehrmittel: Hygiene: Schutz vor Noroviren
Häufiges Händewaschen hilft am ehesten, eine drohende Ansteckung mit Brechdurchfall durch Noroviren zu vermeiden. "Eine gründliche Hygiene ist das beste Abwehrmittel", sagt Sigrid Baumgarte vom Institut für Hygiene und Umwelt in Hamburg.
So lasse sich eine Übertragung etwa beim Hände schütteln oder Toilettengang verhindern. Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin befürchten, dass der Erreger in den kommenden Wochen bis zu eine Million Deutsche befallen wird - mehr als je zuvor. Das Magen-Darm-Virus äußert sich durch abrupt einsetzendes Erbrechen und Durchfall.
Auch über Lebensmittel und Wasser könne sich der Virus verbreiten, warnt Baumgarte. Wer sicher gehen will, sollte daher in der nächsten Zeit in der Kantine oder im Restaurant nur gut durchgegarte Speisen essen. Gegen die Erkrankung helfe nur eine gründliche Vorbeugung - einen Impfstoff oder Medikamente gegen die Krankheit gebe es nicht. Gefährlich kann die Krankheit laut Baumgarte aber nur für Senioren und Kleinkinder werden. Im vergangenen Jahr registrierte das RKI 19 Todesfälle durch das Norovirus.
Betroffene sollten viel trinken und Elektrolyt-Lösungen zu sich zu nehmen, denn durch das Erbrechen verliere der Körper viele Salze und Flüssigkeit, rät Baumgarte. Am besten blieben Erkrankte zwei Tage zu Hause, um Ansteckungen zu vermeiden und dem Körper Ruhe zu gönnen. Betroffene könnten sich aber trösten: Nach ein bis zwei Tagen sei meist alles vorbei -"bis dahin hilft nur: Augen zu und durch."
Dem RKI zufolge sind im Januar allein aus Nordrhein-Westfalen 4300 Noroviren-Erkrankte gemeldet worden - im Dezember 2005 zum Beispiel waren es nur rund 750 bundesweit. In der vergangenen Woche waren auch auf dem Kreuzfahrtschiff "Queen Elizabeth 2" Hunderte Passagiere vom Norovirus befallen worden.
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