Trotz Wolken sichtbarSternschnuppenstrom der Perseden
Der diesjährige Sternschnuppenstrom der Perseden lässt sich trotz schlechter Wetteraussichten mit etwas Glück über ganz Deutschland erspähen.
Der diesjährige Sternschnuppenstrom der Perseden lässt sich trotz schlechter Wetteraussichten mit etwas Glück über ganz Deutschland erspähen. "Die Sternschnuppenfreunde sollen sich auf den Rücken legen und gucken, wie die Wolken ziehen. Dann haben sie eine Chance auf eine Lücke", riet die Meteorologin Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.
Das Maximum des Sternschnuppenstroms in diesem August dauert noch bis dienstagfrüh. Besonders viele erstrahlen nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der Nacht von Sonntag auf Montag zwischen etwa 22.00 und 4.00 Uhr.
Abgesehen vom Wetter sind die Beobachtungsbedingungen in diesem Jahr ideal, weil der Himmel wegen des Neumonds relativ dunkel ist. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gibt es nach DWD-Angaben in der Osthälfte Deutschlands dichte Bewölkung und Regen, während in der Westhälfte von der Nordsee bis Baden-Württemberg nur wenige Wolken zu sehen sind.
Sonntagabend verdeckt eine Wolkendecke vor allem zwischen Elbe und Oder die Sicht auf das kosmische Feuerwerk. Am Montagmorgen erst lockern die Wolken im Osten auf. Im Westen ziehe neue Bewölkung auf, sagte Paetzold. Die Nacht zum Dienstag sei dann überall durchwachsen. Die Meteorologin wies zudem darauf hin, dass angesichts der Regenfälle der vergangenen Tage in den Frühstunden mit Dunst oder Nebel zu rechnen sei.
Bei guter Sicht sei als Zugabe der rötliche Mars in der Morgendämmerung über dem östlichen Horizont sichtbar, teilte die Vereinigung der Sternfreunde mit. Zur Beobachtung sei ein Liegestuhl ideal, den man am besten nach Osten ausrichte. Scheinbarer Ausstrahlungspunkt der Perseden ist das Sternbild Perseus. In Wirklichkeit stammen die leuchtenden Staubkörnchen aus der Spur, die der Komet Swift-Tuttle auf seiner Bahn um die Sonne hinterlassen hat.
Wer die Perseden in den kommenden Tagen nicht erspähen kann, hat noch bis zum 24. August die Chance, Sternschnuppen des Stromes zu sehen. Allerdings geht ihre Zahl nach dem Dienstag stark zurück.