Mittwoch, 17. September 2008
Sport und Wasser helfen: Stress macht sauer
Ist der Körper übersäuert, liegt das Experten zufolge meist an Stress und einer falschen Ernährung. Zu wenig Obst und Gemüse sowie zu viel Weißmehl und Zuckerprodukte begünstigen einen säurelastigen Stoffwechsel. Das erläutert Martin Gschwender, Facharzt für Naturheilverfahren und Sportmedizin in München, in der Fachzeitschrift "Ärztliche Praxis Prävention". Oft reiche zudem die Flüssigkeitszufuhr nicht aus, um den Säure-Basen-Haushalt im Körper im Lot zu halten.
Der Mediziner rät daher unter anderem, mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag zusätzlich zu eventuell anderen Getränken zu trinken und viele frische Lebensmittel zu essen. Außerdem sollten Betroffene mindestens drei- bis viermal in der Woche mehr als 45 Minuten lang moderat trainieren, um ihr Herz-Kreislaufsystem in Schwung zu bringen. Sinnvoll sei auch, einmal pro Woche etwa 60 Minuten zum Beispiel in Kernseife oder Basenpulver zu baden. Der pH-Werte sollte dabei bei 8 bis 8,5 liegen.
Eine auch Azidose genannte Übersäuerung entsteht, wenn der Säure-Basen-Haushalt im Körper ins Ungleichgewicht gerät. Dabei fällt der Blut-pH-Wert ab. Das Bindegewebe wird laut Gschwender schleichend mit Protonen überladen, was wiederum zu Reaktionen wie Allergien, Magen-Darm-Problemen oder Leber- und Gallen-Funktionsstörungen führen kann. Symptome sind unspezifische Merkmale wie Müdigkeit, Erschöpfung, Antriebsschwäche, Muskelverhärtungen oder Infektanfälligkeit. Auch die Einnahme von Medikamenten kann eine Azidose fördern.
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