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Donnerstag, 19. Juni 2008

Rettet die Frösche: Todespilz erreicht Deutschland

Der tödliche Chytridpilz wird vor Deutschland nicht haltmachen und nach Meinung von Artenschützern ein dramatisches Froschsterben auslösen. Weltweit sei bereits jede dritte von über 6000 Amphibienarten vom Aussterben bedroht, sagte der Direktor des Allwetterzoos Münster, Jörg Adler, beim Start einer Spendenaktion.

Der ursprünglich in Südafrika beheimatete Krankheitserreger breite sich mit einer Geschwindigkeit von rund 30 Kilometern pro Jahr über die Kontinente aus. In Deutschland sei er bereits im Großraum Berlin nachgewiesen worden. Die Stiftung Artenschutz aus Münster koordiniert bundesweit den Kampf gegen den für Frösche tödlichen Pilz. Die Tierschützer sprechen von einem "Massenaussterben, das es zuletzt bei den Dinosauriern vor über 60 Millionen Jahren" gab.

Adler sagte, Frösche und andere Amphibien könnten nach dem Pilzbefall zwar einige Zeit scheinbar gesund weiterleben. Werde ihr Immunsystem aber durch zusätzliche Stressfaktoren geschwächt, breche die Krankheit aus - vergleichbar mit Herpes-Viren bei Menschen. Bis der Pilz erforscht und ein Gegenmittel gefunden ist, sollen Frösche in sogenannten "Amphibien-Archen" in Quarantäne genommen werden.

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