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Lauter als Kettensäge: Vuvuzela-Tröten schädigen Gehör

(Foto: AP)

Die bei südafrikanischen Fußball-Fans sehr beliebten Vuvuzela-Tröten können nach einer aktuellen Studie einen dauerhaften Gehörschaden verursachen. Der Lärm, den eine solche nur einen Ton produzierende Plastik-Trompete erzeugt, ist sogar lauter als der einer Kettensäge, wie aus einer Studie des Hörgeräte-Herstellers Phonak hervorgeht.

Demnach erreichen die Vuvuzelas eine Lautstärke von bis zu 127 Dezibel. Schon 85 Dezibel können bei dauerhafter Beschallung einen permanenten Hörschaden hervorrufen. Bei mehr als 100 Dezibel kann sich ein Hörschaden schon nach 15 Minuten einstellen. Eine Schiedsrichterpfeife kommt zwar auch auf 121,8 Dezibel, trillert aber nur Bruchteile von Sekunden.

Anders als bei den Fans im Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft hält sich die Begeisterung bei anderen Nationen in Grenzen. Der spanische Mittelfeldspieler Xabi Alonso etwa plädierte bereits für ein Verbot der lärmenden Tröten. Der Fußball-Weltverband FIFA aber ließ sich von dem Argument, die Spieler könnten durch den ohrenbetäubenden Krach in ihrer Konzentration gestört werden, nicht überzeugen. Die Fußballweltmeisterschaft beginnt am 11. Juni und dauert bis zum 11. Juli.

Quelle: n-tv.de

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