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Donnerstag, 01. März 2007

Krebspreis verliehen: Wissenschaftler geehrt

Der Deutsche Krebspreis ehrt in diesem Jahr unter anderem die Erfindung eines Impfstoffes gegen Gebärmutterhalskrebs. Die dreigeteilte Auszeichnung geht zu einem Teil an Prof. Lutz Gissmann vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Ausgezeichnet werden seine Arbeiten zur Entstehung von Karzinomen durch eine Infektion mit Viren und die Entwicklung eines Impfstoffs dagegen, teilte das DKFZ am Donnerstag mit.

Der Preis der Deutschen Krebsgesellschaft wird "für herausragende wissenschaftliche Originalität und Qualität aktueller und zukunftsweisender Arbeiten im Bereich Onkologie" verliehen. Die Auszeichnung ist mit jeweils 7.500 Euro dotiert, die von der Industrie gestiftet werden, und wird in diesem Jahr zum 21. Mal vergeben. Der Preis ist dreigeteilt in einen "klinischen", einen "experimentellen" und einen "translationalen" (übersetzenden) Teil – letzterer ging an Gissmann. Er gehörte zu einer Gruppe von Forschern, die den in Deutschland mittlerweise zugelassen Impfstoff entwickelt hatte.

Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin gibt es bislang keine Empfehlung für diese Impfung. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten aber freiwillig.

Den Preis für Kliniker erhält der Tübinger Neurologe Prof. Michael Weller, unter anderem für die Leitung einer großen Therapiestudie in der Neuroonkologie. Den Preis für Grundlagenforschung erhält Prof. Achim Leutz vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin, unter anderem für seine Forschungen zur Entstehung von Blutkrebs.

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