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Montag, 08. September 2008

Hütehunde im Einsatz: Wölfe sollen Wild reißen

Zum Schutz von Schafen vor Wölfen sollen in Sachsen probeweise Hunde aus der Schweiz eingesetzt werden. Drei Herdenschutzhunde – zwei erwachsene Tiere und ein Junghund der Rasse Maremma – bleiben innerhalb eines Forschungsprojektes drei Monate im Freistaat, teilte das Umweltministerium in Dresden mit.

Seit Juni haben Wölfe in Brandenburg und Sachsen mehrfach Schafherden angegriffen und auch Tiere gerissen. Hinweise auf aggressives Verhalten Menschen gegenüber gibt es nach Angaben des Ministeriums bislang nicht.

4 Rudel, 12 bis 17 erwachsene Tiere

Die Herdenschutzhunde sollen nicht nur Wölfe abwehren, sondern die Schäfer für ausreichenden Schutz ihrer Herden sensibilisieren. "Wenn sich der Wolf erst an das Schaf als leichte Beute gewöhnt hat, dann jagt er nicht mehr das Reh im Wald", erklärte Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU).

Im Zuge des Forschungsprojektes soll die Bildung einer eigenen mobilen Gruppe von Herdenschutzhunden überprüft werden. In Sachsen gibt es vier Wolfsrudel mit insgesamt 12 bis 17 erwachsenen Tieren und einer unbekannten Zahl von Welpen. In Südbrandenburg lebt in der Zschornauer Heide ebenfalls ein Rudel.

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