Dienstag, 13. Januar 2009
Handys und Kinder: Wohlbefinden ungetrübt
Mobilfunkstrahlung hat laut einer Studie akut keinen messbaren Einfluss auf das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen. Zwischen der bei gut 3000 Probanden je 24 Stunden lang gemessenen individuellen Strahlenbelastung und abgefragten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- oder Einschlafproblemen habe sich kein Zusammenhang feststellen lassen, erklärte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter.
Die Langzeitwirkung der elektromagnetischen Felder auf Kinder und Jugendliche sei aber weiter unbekannt: Aus Vorsorgegründen bleibe daher Vorsicht im Umgang mit drahtlosen Kommunikationstechniken geboten.
Die von der Universität München vorgenommene Studie ermittelte laut BfS die tatsächliche Mobilfunkbelastung bei Kindern und Jugendlichen erstmals über einen ganzen Tag und fragte parallel ihr Wohlbefinden ab. Die Probanden sollten angeben, ob und wie stark sie aktuell unter bestimmten Beschwerden litten. Allerdings ergab sich daraus auch bei Betrachtung einzelner Frequenzen - etwa von Mobiltelefonen oder drahtlosen Internetzugängen - kein Zusammenhang zwischen Strahlenbelastung und Wohlbefinden.
Neun Prozent beeinträchtigt
Die Hälfte der Kinder und 90 Prozent der Jugendlichen besitzen der Studie zufolge ein eigenes Mobiltelefon. Ihre durchschnittliche Gesamtbelastung durch elektromagnetische Felder lag demnach weit unterhalb der Grenzwerte. Dennoch hat ein Drittel der Jugendlichen Sorge vor gesundheitlichen Folgen vor allem der Handynutzung, und neun Prozent fühlten sich durch die Mobilfunktechnologie tatsächlich in ihrer Gesundheit beeinträchtigt.
Der Anteil besorgter Eltern von Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren lag laut BfS mit 57 Prozent noch höher. Ihre Sorge galt demnach Handys und Mobilfunkbasisstationen gleichermaßen. Für die Studie befragten die Münchner Forscher insgesamt 1498 Kinder und deren Eltern sowie 1524 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren.
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