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Dienstag, 19. Mai 2009

Bei Bio-Hennen und Bio-Eiern: Zahl der Keime nicht erhöht

"Für den Verbraucher ein klarer Gesundheitsvorteil"

"Für den Verbraucher ein klarer Gesundheitsvorteil"
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Anders als von einigen Fachleuten befürchtet weisen Hennen und Eier vom Biohof gegenüber konventionellen Betrieben keine erhöhte Zahl an Keimen auf. Das haben Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) herausgefunden.

Sie stellten bei der Untersuchung auch fest, dass in der Ökohaltung gefundene Bakterienstämme viel seltener resistent gegen Antibiotika sind. "Und das ist für den Verbraucher ein klarer Gesundheitsvorteil", teilte die Universität mit.

"Somit leistet die ökologische Tierhaltung nicht nur einen Beitrag zum Tierschutz, sondern trägt darüber hinaus auch wesentlich zur Sicherung der weiteren Wirksamkeit von Antibiotika bei Mensch und Tier bei", erläuterte Prof. Johann Bauer vom TUM-Wissenschaftszentrum Weihenstephan in Freising bei München. Denn je weniger Resistenzen gegen Antibiotika die Bakterien aufweisen, umso besser könnten Tiere im Krankheitsfall behandelt werden.

Das bayerische Umweltministerium hatte die Studie bei Bauer in Auftrag gegeben. Dabei ging es nach TUM-Angaben um die Frage, ob die Öko-Legehennenhaltung wirklich besser ist als eine herkömmliche Legebatterie - oder ob man "die glücklichen Hennen der Bio-Haltung" mit mehr Krankheitserregern in Eiern und Hühnerbeständen bezahlt. Mit dem Ergebnis der Studie könne bezüglich der Krankheitserreger Entwarnung gegeben werden, teilte die Universität mit.

dpa

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