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Texas meldet Ansteckung: Zika-Virus wohl beim Sex übertragen

Üblicherweise übeträgt sich das Zika-Virus durch Insektenstiche. Doch nun melden die Behörden in Texas, dass sich ein Mensch beim Sex mit dem Virus infiziert habe.

Der erste bekannte Fall einer Ansteckung mit dem Zika-Virus in den USA geht den Behörden zufolge wahrscheinlich auf eine Übertragung durch Geschlechtsverkehr zurück. Die Erkrankung sei nicht durch einen Mückenstich ausgelöst worden, erklärte das Gesundheitsamt für die Region rund um die texanische Großstadt Dallas.

Die infizierte Person habe Sex mit jemandem gehabt, der nach Venezuela gereist sei, sich aber selbst nicht in dem südamerikanischen Land aufgehalten. Dabei sei die Übertragung erfolgt. Das Gesundheitsamt des Bundesstaates Texas zeigte sich zunächst etwas zurückhaltender. Eine sexuelle Übertragung sei in diesem Fall wahrscheinlich, hieß es in einer Erklärung.

Übertragung durch Sex nur in Einzelfällen?

I n der medizinischen Forschung ist bisher weltweit nur ein Fall bekannt, bei dem das Virus von Mensch zu Mensch übertragen worden sein könnte. In Texas waren zuvor mehrere Zika-Fälle festgestellt worden, bei denen sich die Erkrankten auf Auslandsreisen infiziert hatten. Eine Übertragung über Mücken ist den Behörden zufolge in der Region um Dallas nicht bekannt.

Eine Infektion durch Insektenstiche gilt als der übliche Weg der Verbreitung des Virus, der vor allem in Südamerika auf dem Vormarsch ist. Nach früheren Informationen des Robert-Koch-Instituts in Berlin spielt eine Übertragung von Mensch zu Mensch keine Rolle bei der Verbreitung der Krankheit. Nur in wenigen Einzelfällen scheine eine sexuelle Übertragung möglich zu sein. Experten halten zudem die Gefahr einer Ausbreitung in Deutschland und Europa für gering, auch wenn die WHO wegen Zika am Montag den weltweiten Gesundheitsnotstand ausrief.

Das Virus gilt vor allem für Schwangere als gefährlich. Tausende Missbildungen bei Neugeborenen werden in Brasilien mit Zika in Verbindung gebracht. Die WHO fürchtet, dass sich weltweit bis zu vier Millionen Menschen infizieren könnten. Ein Impfstoff ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht.

Quelle: n-tv.de

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