1400 Lichtjahre entfernt"Hubble" fotografiert Staubtürme
Woraus setzen sich neue Sterne zusammen? Um diese Frage zu beantworten, analysieren Wissenschaftler kosmischen Staub. "Hubble" liefert nun ein wichtiges Detail.
Uralte Galaxien im VisierDas Weltraumteleskop "Hubble" hat ein detailreiches Bild des Irisnebels im Sternbild Kepheus geschossen. Der 1400 Lichtjahre entfernte Nebel besteht aus Staubkörnchen, die zehn bis hundert Mal kleiner sind als gewöhnlicher Hausstaub. Aus solchen kosmischen Staubtürmen können einmal neue Sonnen entstehen, wie das europäische "Hubble"-Zentrum in Garching bei München mitteilt.
Die Astronomen interessieren sich besonders für Gebiete des Nebels, in denen der Staub röter leuchtet als erwartet - vermutlich wegen einer unbekannten chemischen Verbindung. Durch die Detailanalyse von kosmischem Staub erhoffen sich Astronomen Hinweise auf die Zutaten für neue Sterne. Außerdem wollen sie versuchen, die chemische Zusammensetzung im irdischen Labor nachzukochen.