Der Tag10.000 Euro wegen Amokalarm - Polizei stellt Teenager Einsatz in Rechnung

SEK-Beamte stürmten das Schulgebäude, Straßen wurden abgeriegelt, Schülerinnen und Schüler mussten um ihr Leben fürchten - im Herbst 2023 kam es wegen eines Amokalarms zu einem großen Polizeieinsatz in Osnabrück. Es gab nie eine ernsthafte Gefahr, aber ein 14-Jähriger hatte mit einer täuschend echt wirkenden Softair-Pistole auf dem Schulgelände hantiert und so für Angst und Schrecken gesorgt. Ein Lehrer entdeckte die Szene aus einem Nachbargebäude. Kurz darauf wurde der Amokalarm ausgelöst. Wenig später nahm die Polizei den Teenager und einen Freund außerhalb des Geländes fest. Nun muss der Jugendliche für den Großeinsatz 10.000 Euro zahlen. Das Verwaltungsgericht Osnabrück wies seine Klage gegen einen entsprechenden Gebührenbescheid der Polizeidirektion ab, wie das Gericht mitteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Schüler kann innerhalb eines Monats Berufung beim niedersächsischen Oberverwaltungsgericht einlegen.