Der Tag1600 Euro geschenkt - diese drei Frauen bekommen ein "Stipendium fürs Nichtstun"

Mal so richtig die Beine hochlegen und dafür 1600 Euro bekommen - dieses Geschenk bekommen drei Frauen von der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Hilistina Banze, Mia Hofner und Kimberley Vehoff haben die Ausschreibung für das "Stipendium für Nichtstun" gewonnen. "Ich bin total happy, umgangssprachlich würde man sagen 'geflasht'", sagte Initiator Friedrich von Borries über das weltweite Echo, das die Aktion hervorgerufen hatte. Menschen aus aller Welt - darunter Wissenschaftler, Künstler, aber auch Kinder und Rentner - hätten an dem Projekt teilgenommen. Die Jury habe die Gewinnerinnen aus insgesamt 2864 Bewerbern aus 70 Ländern ausgewählt.
Doch auch Nichtstun ist ja irgendwie eine Art Handlung und fürs "Nichtstun" hat sich auch jede Stipendiatin etwas vorgenommen: "Ich werde mein Kopftuch eine Woche nicht tragen", so das Vorhaben von Hilistina Banze. Die Sozialpädagogin und Integrationsberaterin aus Hamburg möchte ihr auf drei Millimeter kurzrasiertes Haar zeigen und so gleich mehreren Rollenklischees entgegentreten. Mia Hofner, Studentin aus Köln, will für zwei Wochen keine verwertbaren, personenbezogenen Daten über sich generieren. Und Kimberley Vehoff, Fachkraft für Lebensmitteltechnik aus Bad Fallingbostel, will ihren Beruf nicht mehr ausüben, weil ihre sozialen Beziehungen unter wechselnden Früh-, Spät- und Nachtschichten leiden.