Der Tag

Der Tag50-Jähriger schickte Moscheen Drohbriefe mit Kürzel "NSU 2.0"

10.10.2023, 15:54 Uhr

Ein 50-Jähriger aus dem nordrhein-westfälischen Hagen hat zugegeben, dass er über Jahre Drohbriefe vor allem an Moscheen, aber auch an christliche und öffentliche Einrichtungen geschickt hat. Das geben Polizei und Staatsanwaltschaft in Osnabrück bekannt. Es geht um 41 Briefe mit rechtsextremen oder islamfeindlichen Inhalten. Sie waren mit dem Kürzel "NSU 2.0" unterzeichnet, das auf die rechtsextreme Terrorserie in Deutschland verweist. Trotzdem gehen die Ermittler bisher nicht von einem politischen Motiv aus, sondern von einer Beziehungstat. Unter den Briefen stand nämlich auch der Name einer Familie aus Osnabrück. Der 50-Jährige habe mit einem der Familienangehörigen im Jahr 2016 einen geschäftlichen Streit gehabt und den Familiennamen missbraucht, heißt es von den Ermittlern. Sie betonen, dass die Familie nichts mit den Briefen zu tun habe. Die Schreiben seien zwischen 2017 und 2020 an Einrichtungen in verschiedenen Bundesländern verschickt worden. Die Ermittler nahmen die Postverteilwege ins Visier und kamen so dem Mann auf die Schliche. Niedersachsens Innenministerin Behrens sagt, die unsäglichen Drohschreiben hätten bei den betroffenen Personen und Glaubensgemeinschaften eine Menge Verunsicherung und Angst geschürt.

Quelle: ntv.de