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Der Tag60.000 Schuss: Bundeswehr ermittelt wegen verschwundener Munition

17.07.2020, 10:20 Uhr

Absicht oder einfach Sorglosigkeit? Die Bundeswehr hat Ermittlungen eingeleitet, weil insgesamt Zehntausende Schuss Munition in den Beständen fehlen. "Wenn es um Straftaten geht, wird selbstredend die Staatsanwaltschaft eingeschaltet", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Gründe seien aber noch ungeklärt.

Die "Welt" hatte zuvor berichtet, dass seit 2010 mindestens 60.000 Schuss Munition vermisst würden. Das gehe aus vertraulichen Antworten der Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen verschiedener Fraktionen hervor.

Es müsse nun geklärt werden, ob es sich um Schlamperei handele, ob Bestände in Einsatzgebieten verblieben seien oder mit krimineller Energie etwas abgezweigt worden sei, sagte der Sprecher. "Nichts davon kann ausgeschlossen werden."

Quelle: ntv.de