Der EM-Tag600 gewaltbereite Deutsche im Visier
Im Vorfeld der Fußball-EM haben bundesweit fast 600 potenzielle Gewalttäter Besuch von der Polizei bekommen. 584 sogenannte Gefährderansprachen habe es gegeben, sagte ein Sprecher der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) der Polizei. Sie hat in Duisburg ihren Sitz. Außerdem hätten vier Personen Meldeauflagen erhalten.
Sie müssten sich nun regelmäßig bei der Polizei melden und könnten daher unter Umständen nicht zur EM nach Frankreich reisen. Weitere sieben Bürger erhielten einen Hinweis in ihren Ausweis oder Pass, dass sie nicht ausreisen dürften.
Bei den Gefährderansprachen hätten die Beamten den potenziellen Gewalttätern deutlich gemacht, dass die deutsche Polizei auch in Frankreich vor Ort sei "und wir sie im Auge haben", sagte ZIS-Sprecher Jan Schabacker.
Knapp 24 Stunden vor dem Auftakt der Fußball-EM war es am Donnerstagabend zu Ausschreitungen im Spielort Marseille gekommen - zwei Personen waren festgenommen worden. Dabei soll es sich um einen Engländer und einen Franzosen handeln.