Der TagARD weist Vorwurf zurück, die "Tatort"-Mörder seien überproportional oft Manager
Die ARD hat Vorwürfe von Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger zurückgewiesen, der "Tatort" stelle Unternehmer häufiger als Mörder dar als jede andere Berufsgruppe. "Die Krimi-Stories des 'Tatort' sind in den verschiedensten Milieus und Lebenswelten angesiedelt. Die fiktiven Fälle richten sich nicht gegen einzelne Berufs- oder Bevölkerungsgruppen, und es gibt auch keine Absicht, ein bestimmtes Bild von ihnen in der Öffentlichkeit zu zementieren oder gar ein pauschales Urteil über einen Berufsstand zu fällen", sagte Lars Jacob, Sprecher der ARD-Programmdirektion, dem "stern". Dulger hatte jüngst bei einem Wirtschaftskongress in Berlin die "Tatort"-Serie für das schlechte Image von Unternehmern mitverantwortlich gemacht. "Im Sonntagabend-Krimi sind die Mörder am häufigsten Unternehmer oder Manager", sagte Dulger auf der Veranstaltung: "Ich kann Ihnen versichern, dass es in der wahren Welt nicht so ist." Unterstützung bekam Dulger kurz danach von Bundeskanzler Olaf Scholz, der ebenfalls bei dem Kongress auftrat. "Ich weiß nicht, ob sich der Kanzler beim Fernsehrat beschweren sollte", sagte Scholz. Gegen das falsche Bild müsse aber etwas getan werden.