Der TagAbgeordneter kündigt nach Morddrohungen Rücktritt an
Ein Abgeordneter der regierenden Konservativen Partei in Großbritannien hat nach Morddrohungen seinen Rücktritt bei den Wahlen in diesem Jahr angekündigt. Ein Brandanschlag auf sein Büro im Dezember sei der Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe, sagte Mike Freer der BBC. Beschimpfungen und Todesdrohungen gegen ihn führte er auf seine Unterstützung für Israel zurück. Wenn man in die Politik gehe, nehme man das gewissermaßen auf sich, sagte er: "Aber es ist nicht fair unseren Familien gegenüber." Der 63-Jährige vertritt den Londoner Wahlkreis Finchley and Golders Green, der einen großen Anteil an jüdischen Einwohnern hat.
Freer sagte, er habe Todesdrohungen von einer Gruppe namens "Muslime gegen Kreuzzüge" erhalten. Er habe begonnen, eine stichsichere Weste zu tragen, nachdem er erfahren habe, dass sein Büro von einem Anhänger der Terrororganisation Islamischer Staat observiert worden sei, der im Jahr 2021 den konservativen Abgeordneten David Amess erstochen hatte. Amess war der zweite britische Abgeordnete, der im vergangenen Jahrzehnt ermordet wurde. Die Labour-Abgeordnete Jo Cox war 2016 von einem rechtsextremen Angreifer getötet worden.