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Der TagAbschiedsbrief aufgespürt? Zettel könnte Hinweis auf Epstein-Suizid geben

30.04.2026, 21:00 Uhr

Ein Brief bringt neue Brisanz in den Fall des Selbstmords des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Wie die "New York Times" berichtet, soll es sich um eine Art Abschiedsbrief handeln, der aller Voraussicht nach von dem Millionär in Haft verfasst wurde. Die Geschehnisse um das Schriftstück sind schwer zu durchdringen.

Im Kern ist es so, dass ein ehemaliger Mithäftling von Epstein, den Zettel in der gemeinsamen Zelle gefunden haben will. Epstein war zu der Zeit unter Beobachtung in einer anderen Zelle, weil es den Verdacht, auf einen Suizidversuch gegeben hatte. Epstein selbst beschuldigte dagegen angeblich seinen Mithäftling Nicholas Tartaglione, ihn angegriffen zu haben, weshalb Epstein rote Male am Hals hatte. Wenige Wochen später wurde Epstein tot in seiner Einzelzelle aufgefunden - er hat sich vermutlich mit einem Bettlaken am Gestänge seines Bettes erhängt.

Tartaglione fand den Brief nach eigenen Aussagen in einem Comic Epsteins. Darin soll er über die Ermittlungen gegen ihn geschrieben haben. Auch der Satz: "Zeit, sich zu verabschieden" soll darin gestanden haben, was Tartaglione als Indiz für einen geplanten Suizid Epsteins deutete. Er nahm den Zettel an sich und übergab ihn seinen Anwälten - unter anderem, um den Vorwurf Epsteins zu entkräften, Tartaglione habe ihn attackiert. Über Umwege gelangte der Brief zu einem Bundesrichter, der ihn versiegeln ließ. Daher war er der Öffentlichkeit und den Behörden nicht bekannt. Die "New York Times" hatte nun eine Entsiegelung des Briefes beantragt. Tartaglione hatte von der Existenz des Briefes im Vorjahr in einem Interview gesprochen.

Quelle: ntv.de