Der TagAlkoholexzesse, Missbrauch: Ex-Schwägerin belastet Trumps Ministerkandidaten Hegseth schwer
Die Vorwürfe haben es in sich. Dem von Donald Trump für die Leitung des Pentagon nominierten Ex-Nationalgardisten Pete Hegseth werden neben fehlender Erfahrung auch Alkoholmissbrauch und sexuelle Gewalt gegen eine Frau zur Last gelegt. Auch ist er in der Kritik wegen seiner Tätowierungen mit Symbolen und Parolen aus dem Mittelalter, die vielfach auch von weißen Rassisten und Neonazis verwendet werden. Derzeit muss sich der 44-Jährige den Fragen der Senatorinnen und Senatoren stellen, die ihn als Minister bestätigen müssen. Mitte Januar sagte er in einer mehrstündigen Anhörung, gegen ihn laufe eine "koordinierte Verleumdungskampagne".
Am gestrigen Dienstag sind nun neue Vorwürfe ans Licht gekommen. Eine ehemalige Schwägerin von Hegseth reichte eine eidesstattliche Erklärung beim US-Senat ein, in der sie Hegseth beschuldigte, seine zweite Frau so "misshandelt" zu haben, dass sie sich einmal vor ihm in einem Schrank verstecken musste und ein "Codewort" hatte, um Hilfe zu rufen, wenn sie vor ihm fliehen musste. Laut einer Kopie, die der "New York Times" vorliegt, wird von der Ex-Frau des Bruders von Hegseth auch behauptet, dass der Minister-Kandidat sowohl in der Öffentlichkeit als auch privat häufig übermäßig viel getrunken habe. So soll er bei einer Gelegenheit, bei der sie Zeuge war, seine Militäruniform getragen haben. Über seinen Anwalt ließ Hegseth die Vorwürfe als falsch zurückweisen. Trumps Republikaner halten trotz allem bisher an dem Kandidaten fest. Noch in dieser Woche könnte er final bestätigt werden.