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Der TagAltkanzer Schröder will nun doch in U-Ausschuss aussagen - per Video

16.07.2025, 14:00 Uhr
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Altkanzler Gerhard Schröder (Foto: dpa)

Wer krank ist, ist krank. Doch wenn Zweifel bestehen, wird auch mal ein Attest gefordert. Das kennt jeder Arbeitnehmer und Arbeitnehmerin. Im Fall von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder soll es sogar ein amtsärztliches Attest sein. Das soll der SPD-Politiker in Schwerin vorlegen und zwar bis zum 31. August. Denn dort soll Schröder im Untersuchungsausschuss des Landtags zur Stiftung Klima- und Umweltschutz aussagen. Hintergrund sind Schröders Nähe zu Russlands Staatschef Wladimir Putin und seine Posten in russischen Konzernen nach seiner Zeit in Berlin, unter anderem in der Nord Stream 2 AG. Doch Schröder war der Befragung im Frühjahr ferngeblieben wegen der Diagnose "Burnout" und hatte sich in eine Klinik in der Schweiz begeben. Da ließ man in Schwerin bekanntlich nicht gelten und verlangte das Attest. Nun bietet der 81-Jährige einen Kompromiss an: Er würde aussagen, jedoch nur per Videoschalte. Das teilte der Anwalt Schröders, Hans-Peter Huber, dem Ausschussvorsitzenden Sebastian Ehlers in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das der "Spiegel" zuerst berichtete. Und der Altkanzler stellt via Mitteilung noch weitere Bedingungen: von seinem Büro in Hannover aus und "ohne Öffentlichkeit". Auch soll der Ausschuss ihm die Möglichkeit zugestehen, kurzfristig Pausen einzulegen.

Quelle: ntv.de