Der TagAmokfahrer von Berlin soll dauerhaft in Psychiatrie
Bisher befindet sich der 29-Jährige vorläufig in der Psychiatrie. Die Berliner Staatsanwaltschaft will ihn dort dauerhaft unterbringen lassen und beantragt dies beim Landgericht in einem sogenannten Sicherungsverfahren. Dabei wird darüber entschieden, ob ein Beschuldigter wegen anhaltender Gefährlichkeit in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wird. Der Aufenthalt dort ist nicht begrenzt und dauert so lange, wie eine Gefährlichkeit anhält. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann sein Fahrzeug bei der Amokfahrt nahe der Berliner Gedächtniskirche "bewusst" in die Menschen steuerte. Es lasse sich nach vorläufiger Einschätzung eines Gutachters jedoch nicht ausschließen, dass er wegen einer schweren psychischen Erkrankung schuldunfähig gewesen sei, heißt es. Der Mann war am 8. Juni auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße mit einem Auto in zwei Menschengruppen gefahren. Eine Frau wurde getötet, 32 weitere Menschen wurden verletzt - 16 von ihnen schwer oder lebensgefährlich. Ihm wird Mord und 16-facher Mordversuch vorgeworfen.