Der TagAngeklagter Neonazi und Schöffin hatten Affäre
Seit mehr als einem Jahr sitzen fünf Männer und eine Frau auf der Anklagebank. Ihnen wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, gefährliche Körperverletzung, Landfriedensbruch und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Die Neonazigruppe "Freie Kameradschaft Dresden" soll Straftaten gegen Flüchtlinge, politische Gegner und Polizisten begangen haben.
Doch erst jetzt kommt raus: Der Hauptbeschuldigte Benjamin Z. hatte eine Affäre mit einer Schöffin, die dem Prozess am Landgericht Dresden beisitzt. Wie der MDR berichtet, soll die Frau das Verhältnis schon vor einiger Zeit gegenüber dem Ergänzungsrichter und einem weiteren Schöffen offenbart haben. Beide sollen diese verfahrensrelevanten Informationen aber nicht weitergegeben haben. Der Prozess wurde nun bis Ende kommender Woche ausgesetzt. Es gibt laut MDR mehrere Befangenheitsanträge der Strafverteidiger gegen Schöffen, Richter und Ergänzungsrichter.
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