Der Tag
Der TagAngeklagter nannte Lübcke "Volksschädling"
08.05.2020, 17:07 Uhr

Der mutmaßliche Mörder des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke soll den CDU-Politiker als "Volksschädling" bezeichnet haben. Diesen Begriff habe der Hauptverdächtige Stephan E. gegenüber seinem damaligen Rechtsanwalt Dirk Waldschmidt verwendet. Waldschmidt hatte den Beschuldigten zu Beginn des Ermittlungsverfahrens vertreten. "Er hat mir das gesagt, nachdem er gegen meinen Rat ein Geständnis bei der Polizei abgelegt hat", erklärte Waldschmidt. Dabei habe Stephan E. in einem Gespräch eingeräumt, dass er bereits zu einem früherem Zeitpunkt Lübcke wegen seiner Äußerungen zur Asylpolitik habe töten wollen. Walter Lübcke war im Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses im Landkreis Kassel mit einem Kopfschuss getötet worden.