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Der TagAnklage: "Reichsbürger" wollten nach Russland segeln und Putin um Hilfe bei Umsturz bitten

08.04.2024, 15:17 Uhr

Die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg klagt einen mutmaßlichen Reichsbürger an. Dem 66-Jährigen wird vorgeworfen, die "Kaiserreichsgruppe" unterstützt zu haben. Deren Ziel soll es sein, einen Umsturz herbeizuführen und die Demokratie in Deutschland durch ein autoritäres System zu ersetzen. Laut Anklage hatten Unterstützer und Mitglieder der Gruppe unter anderem vor, mit einem Schiff in russische Gewässer zu fahren, um dort Kontakt mit Kremlchef Putin aufzunehmen und ihn um Hilfe bei einem Umsturz in Deutschland zu bitten. Der 66-Jährige, der einen Revolver und Munition besaß, habe sich bereit gezeigt, sich an der Schiffsfahrt und einem Umsturz zu beteiligen, sagt die Staatsanwaltschaft. Er soll sich an mehreren Treffen der Gruppierung beteiligt haben.

Das Hamburger Oberlandesgericht muss nun entscheiden, ob eine Hauptverhandlung eröffnet wird. Der Prozess gegen die mutmaßlichen Hauptverantwortlichen der Verschwörung läuft schon seit fast einem Jahr vor dem Oberlandesgericht Koblenz.

Quelle: ntv.de