Der TagAnklage nach Brandanschlag auf Flüchtlinge
Nach einem von Dutzenden fremdenfeindlichen Anschlägen ist die Justiz nun tätig geworden:
Die Staatsanwaltschaft Görlitz erhebt Anklage wegen eines Brandanschlags auf eine Flüchtlingsunterkunft in Hoyerswerda. Den vier Beschuldigten wird vorgeworfen, in der Nacht zum 3. Juni vor einer als Notquartier genutzten Turnhalle einen selbstgebauten Brandsatz auf den Fußweg vor der Halle geworfen zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Verletzt wurde niemand. In der Turnhalle befanden sich damals 27 Flüchtlinge verschiedener Nationalität.
Die Beschuldigten hatten im Ermittlungsverfahren ein Geständnis abgelegt.
Die Anklage lautet auf "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten in Tateinheit mit Verstoß gegen das Waffengesetz". Den Beschuldigten drohe eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren oder eine Jugendstrafe.