Der TagAnklage plädiert für lebenslange Haft im Mordfall Valeriia
Im Prozess um den gewaltsamen Tod der neunjährigen Valeriia in Döbeln hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Der 37-jährige Moldauer sei wegen Mordes zu verurteilen, sagte Staatsanwalt Carsten Schönfeld. Zudem beantragte er, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Es gebe eine Fülle von Beweisen, dass der Angeklagte am Tatort war. Dabei verwies er auf die Auswertung von Handydaten, Kameraaufnahmen sowie Reifen- und DNA-Spuren am Tatort.
Seine Tochter sei brutal ermordet worden, sagte Valeriias Vater unter Tränen vor Gericht. Er ist nach eigenen Angaben rund 2000 Kilometer gefahren, um als Nebenkläger bei dem Prozess dabei sein zu können. Er forderte vom Gericht die "maximal mögliche" Strafe für den Angeklagten. Er äußerte zugleich Selbstvorwürfe an sich, dass er sein Kind nicht habe besser beschützen können.