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Der TagAnschlag auf Chinesen in Pakistan: Selbstmordattentäterin tötet vier Menschen

26.04.2022, 15:45 Uhr

Eine Selbstmordattentäterin hat sich in Pakistans Hafenstadt Karachi auf dem Gelände einer Universität nahe einem Auto mit chinesischen Staatsangehörigen in die Luft gesprengt. Dabei sollen vier Menschen mit in den Tod gerissen worden sein. Mindestens zwei der Opfer stammten aus China, sagte der örtliche Polizeichef Muqaddas Haider.

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Einsatzkräfte arbeiten an dem Ort der Explosion. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Baluchistan-Befreiungsarmee (BLA) reklamierte den Anschlag für sich. Sie habe demnach die Selbstmordattentäterin damit beauftragt, Chinesen zu töten.

Die BLA kämpft für die Unabhängigkeit von Pakistans flächenmäßig größter Provinz Baluchistan, wehrt sich aber zugleich wie andere aufständische Gruppen gegen die Investitionen Pekings in der Provinz. Dort baut China einen Tiefseehafen und hat mehrere Projekte zur Erschließung von Bodenschätzen. Die Gruppen beschuldigen China, eine imperialistische Politik zu verfolgen, um ihre Ressourcen zu stehlen.