Der TagAnti-Israel-Demonstranten ignorieren Corona-Regeln und zünden Flaggen an
Wegen zahlreicher Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen hat die Polizei in Hannover eine Anti-Israel-Demonstration mit rund 550 Teilnehmenden aufgelöst. Die Teilnehmenden hielten sich am Mittwochabend laut Polizei nicht an die Abstandsregeln und trugen keine Mund-Nasen-Bedeckungen.
Zwei Personen versuchten, Israel-Flaggen zu verbrennen. Sie wurden allerdings von den Einsatzkräften daran gehindert.
Gegen einen Verdächtigen und einen unbekannten zweiten Täter wurde ein Strafverfahren wegen der Verletzung von Flaggen und Hoheitszeichen ausländischer Staaten eingeleitet.
Eine Privatperson hatte die Eilversammlung zuvor angemeldet, war jedoch nicht als Bindeglied zwischen Polizei und Versammlung verfügbar. Da auch keine Ordner eingesetzt waren und die Teilnehmenden den Aufforderungen zum Einhalten der Corona-Regeln nicht folgten, löste die Polizei die Versammlung nach etwas mehr als einer Stunde auf.
Nachtrag: In Gelsenkirchen ist ebenfalls am Mittwochabend ein antisemitischer Demonstrationszug mit ungefähr 180 Demonstranten von der Polizei gestoppt worden. In einem per Twitter verbreiteten Video des Zentralrats der Juden sind Sprechchöre mit antisemitischen Inhalten zu hören. Die Polizei setzte auch Schlagstöcke ein, verletzt worden sei jedoch niemand. In der Nacht zuvor waren vor Synagogen in Münster und Bonn israelische Flaggen angezündet worden. Ministerpräsident Armin Laschet sagte am Mittwoch: "Wir haben den Schutz an allen herausragenden jüdischen Orten noch einmal erhöht."