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Der TagAntisemitismusbeauftragter Klein gegen Waffen-Stopp an Israel

26.05.2025, 09:21 Uhr
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Felix Klein ist Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Bilder, die uns aus dem Gazastreifen erreichen, sind mehr als erschreckend. Beteiligt sich Deutschland mit seinen Waffenlieferungen an dem Töten und Zerstören, das die israelische Regierung seit etwa eineinhalb Jahren dort betreibt? Unterstützer der Menschen in Gaza sprechen von einem Genozid. Dieser Konflikt bewegt - vollkommen zurecht - viele Menschen. Auch einige SPD-Bundestagsabgeordnete fordern einen Stopp der Waffenlieferungen. Dem stellt sich der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, in einem Interview klar entgegen. Im rbb24 Inforadio sagte er: "Das halte ich nicht für den richtigen Weg. Ich bin aber erfreut, dass es jetzt eine Debatte hierzulande gibt." Es sei wichtig, dass man angesichts der schrecklichen Bilder aus dem Gazastreifen den Umgang mit Israel diskutiere und sich auch positioniere. "Wir müssen unterscheiden lernen zwischen Handlungen der israelischen Regierung und Israel als Ganzem, da gibt es große Unterschiede." So könne man zur Versachlichung der Debatte beitragen, betonte der Antisemitismusbeauftragte. Öffentliches Anprangern erachtet Klein nicht als sinnvoll, sondern spricht sich für dafür aus, "hinter verschlossenen Türen" zu sprechen "als Freunde".

Quelle: ntv.de