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Der Tag Arme Lehrlinge im Osten: Azubi-Bezahlung unterscheidet sich stark

In Deutschland bekommen Auszubildende nicht überall gleich viel Geld. Die Unterschiede bei ihrer tariflichen Bezahlung sind nach wie vor erheblich. Dabei hängt der Verdienst nicht nur von der Branche, sondern auch von der Region ab, in der der Lehrling arbeitet. Das geht aus einer Auswertung des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor.

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Bäcker-Azubis verdienen weniger als 600 Euro im Monat.

(Foto: imago/biky)

Überdurchschnittlich gut bezahlt werden Auszubildende der Studie zufolge vor allem im Bank- und Versicherungsgewerbe, im öffentlichen Dienst, in der chemischen Industrie und in der Metall- und Elektroindustrie. Hier können sie schon im ersten Ausbildungsjahr mit monatlichen Beträgen zwischen 900 und knapp über 1000 Euro rechnen. Am niedrigsten liegen die tariflichen Ausbildungsvergütungen mit weniger als 600 Euro im Monat im Bäcker- und Friseurhandwerk sowie in der Floristik in Ostdeutschland.

Doch hängt es nicht nur von der Branche ab, was der Ausbildende am Monatsende auf dem Konto hat. Auch wo er arbeitet, spielt oft eine große Rolle. So schwankt die Bezahlung im dritten Ausbildungsjahr im Einzelhandel zwischen 830 Euro pro Monat in Mecklenburg-Vorpommern und 1045 Euro in Hamburg. Und im Kfz-Handwerk werden in Brandenburg 690 Euro gezahlt, in Baden-Württemberg dagegen 984 Euro.

Quelle: ntv.de