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Der TagAthen besteht auf Reparationen für Zweiten Weltkrieg

05.04.2021, 09:57 Uhr
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Das am 10. Juni 1944 von einem anonymen deutschen Soldaten aufgenommene Foto zeigt deutsche SS-Truppen in dem geplünderten griechischen Dorf Distomo, kurz nachdem 218 Einwohner als Racheakt für die Aktivitäten der Partisanen in der Gegend hingerichtet wurden. (Foto: dpa)

Der deutsche Angriff auf Griechenland im Zweiten Weltkrieg ist morgen genau 80 Jahre her. Kurz vor dem Jahrestag fordert die griechische Regierung erneut Verhandlungen über Reparationszahlungen. "Die Frage bleibt offen bis zur Erfüllung unserer Forderungen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Nazi-Deutschland hatte Griechenland und Jugoslawien am 6. April 1941 überfallen. Bis 1944 verübten SS und Wehrmacht in Griechenland zahlreiche Massaker.

Eine griechische Parlamentskommission schätzte die Summe für die Kriegsschäden im Land auf mindestens 289 Milliarden Euro - inklusive einer Zwangsanleihe, die Griechenland der Deutschen Reichsbank während des Krieges gewähren musste. Für die Bundesregierung ist das Reparationsthema mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag über die außenpolitischen Folgen der deutschen Einheit von 1990 abgeschlossen. In dem Vertrag zwischen der Bundesrepublik, der DDR und den vier ehemaligen Besatzungsmächten USA, Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien sind Reparationen aber nicht ausdrücklich erwähnt. Außerdem waren viele von Nazi-Deutschland angegriffene und besetzte Staaten wie Griechenland und Polen an den Verhandlungen darüber nicht beteiligt.

Quelle: ntv.de