Der TagAtomkonzerne wollen nicht "ewig" zahlen
Die vier Atomkonzerne in Deutschland wollen die von der Bundesregierung geplante Nachhaftung für ihre Kernkraftwerke noch verhindern.
Bei einer öffentlichen Anhörung im Bundeswirtschaftsministerium bekannten sich EON, RWE, ENBW und Vattenfall zwar dazu, den Abriss der Meiler und die Endlagerung der Brennstäbe zu bezahlen, eine "Ewigkeitshaftung" über Jahrzehnte lehnen sie aber ab. Diese Kosten soll ihrer Meinung nach der Staat übernehmen.
"Auch wenn ich zutiefst davon überzeugt bin, dass die heutigen Rückstellungen in der Zukunft bedient werden können, so muss ich doch auch feststellen, dass wir nicht unbegrenzt immer neue Verpflichtungen schultern können", sagte EON-CFO Michael Sen. Das gelte insbesondere für Atomkraftwerke, so Sen, die "gar keine Erträge mehr erwirtschaften".
Die durch die Energiewende angeschlagenen Konzerne fürchten vor allem, dass die Politik ihnen immer weitere Vorschriften macht und in Deutschland kein geeignetes Endlager gefunden werden kann.