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Der TagAutonomer ÖPNV könnte Wartezeiten für Fahrgäste laut Studie deutlich senken

13.01.2026, 14:23 Uhr

Autonom fahrende Shuttles und Busse könnten den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Deutschland einer Studie zufolge spürbar verbessern. Ein flächendeckender Einsatz könnte die Wartezeiten für Fahrgäste um bis zu 50 Prozent senken, Straßen entlasten und ländliche Gebiete besser anbinden. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung im Auftrag der Deutschen Bahn hervor. Die Studie spielt erstmals für ganz Deutschland durch, wie die Technologie im Jahr 2045 am meisten Vorteile für die Bevölkerung bringen kann.

Den größten Nutzen entfalte die Technologie jedoch nicht, wenn nur bestehende Buslinien automatisiert oder privatwirtschaftliche Robotaxis eingesetzt würden. Letzteres würde den Verkehr in Metropolen demnach sogar um bis zu 40 Prozent erhöhen, ohne das Angebot im ländlichen Raum zu verbessern. "Die Technologie und die Gesetze für die Anwendung im ÖPNV sind da", sagte Frederik Ley, Vorstand Straße bei der Bahn-Tochter DB Regio. "Den größten Nutzen können wir daraus ziehen, wenn wir den ÖPNV grundlegend weiterentwickeln und das Angebot ausbauen - mit autonomen Shuttles, optimierten Buslinien und einer Verknüpfung zum Zug."

Quelle: ntv.de